S. Dannenmaier
17. January 2026
Unsere Erfahrung mit Sonnen PV im Hinblick auf Kundenservice und Reklamationsbearbeitung war für uns sehr enttäuschend. Unsere Photovoltaikanlage wurde im Mai 2022 installiert. Auf Empfehlung von Sonnen PV entschieden wir uns bewusst für höherpreisige Module eines europäischen Herstellers (Energetica), die als besonders hochwertig beworben wurden. Ab Frühjahr 2024 stellten wir eine deutliche Leistungseinbuße der Anlage fest. Wir wendeten uns an Sonnen PV mit der Bitte um Überprüfung. Die Kommunikation zog sich aufgrund wiederholter Verzögerungen und ausbleibender Rückmeldungen von Sonnen PV bis November 2025 hin. Eine technische Überprüfung vor Ort erfolgte erst im November 2025, also deutlich nach unserer ersten Kontaktaufnahme zu diesem Thema. Bei diesem Termin wurde uns von den anwesenden Mitarbeitenden mitgeteilt, dass etwa zwei Drittel der PV-Module defekt seien. Zudem wurde uns vor Ort erklärt, dass vergleichbare Qualitätsprobleme mit Energetica-Modulen auch bei anderen Kunden aufgetreten seien und dass der Modulhersteller inzwischen insolvent sei. Diese Informationen lagen uns bis zu diesem Termin nicht vor. Vor diesem Hintergrund entstand für uns der Eindruck, dass bereits vor dem Vor-Ort-Termin mit einem erheblichen Defektumfang gerechnet wurde. Umso unverständlicher war für uns, dass wir im Vorfeld weder über diese Einschätzung informiert wurden noch eine Abstimmung zu möglichen Lösungswegen, Ersatzmodulen oder zu Kostenfragen erfolgte. Stattdessen wurden wir nach unserem Empfinden vor Ort und unter erheblichem Zeitdruck vor die Wahl gestellt, entweder die als defekt eingestuften Module trotz geäußerter Sicherheitsbedenken wieder installieren zu lassen oder von Sonnen PV mitgebrachte Ersatzmodule eines anderen Herstellers zu akzeptieren. Zu diesen Ersatzmodulen lagen uns zu diesem Zeitpunkt keine detaillierten Informationen vor, gleichzeitig sollten wir einer Kostenbeteiligung zustimmen. Im Anschluss erhielten wir eine pauschale Rechnung ohne nachvollziehbare Aufschlüsselung. Informationen zu Produkt- und Leistungsgarantien der Ersatzmodule sowie zu möglichen Folgeschäden – die ausgebauten Module wiesen nach unserer Wahrnehmung Schmorspuren auf – wurden trotz mehrfacher Nachfragen zunächst nicht vollständig bereitgestellt. Erst nach einem formellen Widerspruch per Einschreiben reagierte Sonnen PV, reichte einzelne Informationen nach und bezeichnete den berechneten Betrag im Nachgang als Kulanzlösung. Nach Abwägung entschieden wir uns zur Zahlung, da uns eine gerichtliche Auseinandersetzung nicht sinnvoll erschien. Für uns bleiben jedoch finanzielle Nachteile, ein aus unserer Sicht unnötig lang bestehendes Sicherheitsrisiko sowie der Eindruck zurück, dass der Umgang mit Reklamationen und Gewährleistungsfragen nicht kundenorientiert erfolgte. So stellen wir uns einen transparenten und verlässlichen Umgang mit Kunden nicht vor.